9 Tipps fürs beste Vorstellungsgespräch

Wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen haben

  1. Seien Sie vorbereitet! Unterlagen über die Firma, den Kandidaten, Stellenbeschrieb und -anforderungen, Inserat, Interviewleitfaden, Vertragsmuster und Anstellungsreglement sind ein Muss und mit dabei.
  2. Lassen Sie den Kandidaten reden. Es soll keine Inquisition stattfinden, sondern ein Gespräch.
  3. Planen Sie genügend Zeit ein. Manchmal reicht eine Stunde nun mal nicht aus.
  4. Stellen Sie gute Fragen, die Ihnen die für Sie notwendigen Informationen liefern. Lesen Sie dazu auch den Beitrag über die dümmsten Fragen im Vorstellungsgespräch. Vermeiden Sie diese.
  5. Korrigieren Sie auf keinen Fall die Aussprache, Kommunikationsfehler oder Fehler im Bewerbungsschreiben des Kandidaten.
  6. Denken Sie immer daran, dass Sie mit diesem Gespräch Werbung für Ihr Unternehmen und Ihre Abteilung machen.
  7. Seien Sie nett!
  8. Lassen Sie sich als Linienvorgesetzte zu Führungsverhalten oder -stil befragen; Ihr Kandidat muss ja schliesslich herausfinden, ob Sie eine gute Vorgesetzte sind.
  9. Sie sitzen nicht am längeren Hebel – also verhalten Sie sich auch nicht so.

Viel Spass und bleiben Sie cool!

Ihr Careersblog

 

 

Führungsfehler: Micromanagement

Wer kennt ihn nicht, den Vorgesetzten, der minuziös Stundenrapporte seines Teams studiert oder Präsentationen mit Fehlerkorrekturen retourniert mit der Bitte, sich um die ‚paar Kleinigkeiten‘ zu kümmern? Der einer versierten Fachkraft einen Bericht zu Faden schlägt und für ein Gespräch mit Kunden den Gesprächsverlauf vorbespricht? Wenn Sie solche Verhaltensweisen an Ihrem Vorgesetzten erkennen, dürfen Sie ihn ruhig Micromanager nennen.

Woran erkennen Sie einen Micromanager? Hier die wichtigsten Kennzeichen:

  • Kontrolliert Arbeitszeitrapporte genau und weist auf das Fehlen bezogener Pausen hin
  • Kontrolliert Präsentationen, Berichte u.ä. von Mitarbeitenden auf Rechtschreibfehler und korrigiert diese
  • Spricht Gesprächstext vor; beginnt dabei mit ‚Du kannst ja XXX sagen…‘
  • Bespricht einen Bericht mit Ihnen bevor Sie ihn geschrieben haben
  • Hat in der Regel wenig Ahnung vom ‚Geschäft‘
  • Entscheidet nicht selber und erteilt keine Aufträge
  • Ist unzuverlässig, verpflichtet sich nicht gerne, lässt sich nicht gerne festnageln und wird säuerlich, wenn gerade dies versucht wird

Natürlich können wir die Liste unendlich weiter führen. Einige Verhaltensweisen haben zwar mit Micromanagement zu tun, finden sich jedoch auch sonst als Führungsfehlverhalten.

Was ist zu tun, wenn der eigene Vorgesetzte Micromanager ist?

Dafür müssen wir zunächst etwas Verständnis entwickeln dafür, weshalb ein Micromanager tut, was er tut. Micromanager tun ja eigentlich das, was sie gut können, und das ist administrieren, kontrollieren, korrigieren. Und das, was sie nicht gut können, tun sie schlicht und ergreifend nicht, das tun in der Regel das Team und die anderen. Micromanager leben denn auch auf ihrer eigenen Stufe unter ihresgleichen auf Kosten der anderen. Meistens fehlt es ihnen an Entrepreneurship, überhaupt an Unternehmertum oder Geschäftssinn. Sie haben heimliche oder weniger heimliche Ambitionen, die sie aber nicht mit den anderen teilen, da sie fürchten, dass ihnen etwas vor der Nase weggeschnappt wird. Und weil sie eben nicht mehr als administrieren können, tun sie dies im Übermass. Meistens sind sie auch fachlich wenig oder nur oberflächlich versiert, sodass sie auch hier auf ihr Lieblingshobby Administrieren ausweichen müssen.

Was ist also zu tun? Die meisten Mitarbeitenden von Micromanagern nehmen die Haltung ein, dass ein sie nicht störender Vorgesetzter ein guter Vorgesetzter ist. Ab und zu etwas nerven dürfen auch Vorgesetzte. Wenn Sie aber an Ihre eigene Entwicklung denken, dann werden Sie mit einem Micromanager auf keinen grünen Zweig kommen. Der wird Sie nämlich behindern in Ihrem Fortkommen. Das muss nicht mal Absicht sein, bloss sieht er ja nicht über Stundenrapporte oder Berichtskorrekturen hinaus, also wird er auch nicht unbedingt Ihre Talente erkennen können oder fördern wollen. Sie könnten ja besser sein!

Bleiben Sie cool!

Ihr Careersblog